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Christian Weiss

Lebensfelder

Biosynthese®-Psychotherapie benutzt eine Struktur mit 7 Lebensfeldern, um geeignete Veränderungsschritte einleiten zu können:

1. Körper
Initiation von Natürlichkeit in Kontakt und Bewegung

2. Atem
Anregung von klaren und energetisierenden Atem-Rhythmen

3. Beziehung
Beziehung zu sich selbst und anderen als Begegnung und Dialog

4. Emotionen
Halten und Loslassen von Emotionen

5. Sprache
Befreiung von kommunikativen Störungen

6. Bilder
Umwandlung einschränkender Vorstellungen in kreative Visionen

7. Kern-Selbst
Kontakt zum Kern-Selbst, der tiefsten inneren Ressource, mit körperverbundenen Meditationen


Anhand von zwei Beispielen soll das erläutert werden:

Wohlklang oder Katzenmusik?
Wenn wir menschliches Leben als Zusammenspiel von verschiedensten Elementen verstehen, kann es verglichen werden mit dem Zusammenspiel von Musikern in einem Orchester.
Eine Voraussetzung für einen guten Klang ist die individuelle Beherrschung der Instrumente.
Die Musiker müssen auch aufeinander hören und sich vom Dirigenten führen lassen
Nur so ist ein Wohlklang garantiert.
Nicht immer gelingt das Zusammenspiel.


Wer lenkt?
Stellen Sie sich eine Pferde-Kutsche vor.
Der Eigentümer oder die Eigentümerin des Gefährtes ist die Seele oder das Kern-Selbst.
Die Seele sitzt in der Kutsche – also im Körper.
Der Kutscher – der Kopf – sitzt auf dem Kutscher-Bock und lenkt mit seinen Zügeln – seinem Herzen – die Pferde.
Die Pferde repräsentieren Emotionen, Bedürfnisse, Sexualität, Kraft, Erkenntnisfähigkeit.
Allen Pferden eigen ist ein ausgeprägtes Eigenleben.
Der Kutscher hat also buchstäblich alle Hände voll zu tun, um sie zu lenken.
Wenn er unkonzentriert ist oder nicht weiss, welche Richtung er einschlagen will, wird die Fahrt zumindest holprig verlaufen.


Aufgabe der Biosynthese®-Psychotherapie
Biosynthese®-Psychotherapie versucht festzustellen, woran es liegt, dass die Musik nicht wohl klingt oder der Wagen im Straßengraben gelandet ist.
Wenn zum Beispiel die Emotionen durchgehen (Lebensfeld Nr. 4), so kontrollieren und überfluten sie den Körper (Lebensfeld Nr. 1), den Atem (Lebensfeld Nr. 2), die Sprache (Lebensfeld Nr. 5) und die Visionen (Lebensfeld Nr. 6).
Da Emotionen meistens im Beziehungsgeschehen wirksam sind, wird auch das Lebensfeld Nr. 3 tangiert.
So hat dann das Kern-Selbst (Lebensfeld Nr. 7) keine Chance mehr, sich bemerkbar zu machen.
Um wieder zu Wohlklang oder zu ruhiger Fahrt zurückzukehren, besteht die Arbeit darin, die Emotionen zu zügeln, indem auf Ressourcen in den anderen Lebensfeldern zurückgegriffen und so ein Ausgleich, eine ruhigere Fahrt möglich wird.



Spurensuche

Eines und Vieles
Menschliches Sein spielt sich ab im Spannungsfeld zwischen Eins und Vieles:
Ein Körper – viele Zellen
Eine Persönlichkeit – viele Teil-Persönlichkeiten
Eine Seele – viele Gedanken, Empfindungen, Gefühle, Handlungen
Zentral ist die Qualität der Zusammenarbeit zwischen dem Eins und Vielem.


Abgespaltene und verlorene Teile
Wenn wir mit schwierigen, schmerzhaften Situationen oder Atmosphären konfrontiert werden, besteht die Gefahr, dass wir beginnen, betroffene Gefühle, Orte, Körperteile, Gedanken, Emotionen auszuschliessen oder abzuspalten.
Dies geschieht meist unbewusst.
Das macht instabil und schwach.


Zurückholen und einbinden
Die verlorenen Teile müssen zurückgeholt und eingeladen werden, ihren ursprünglichen Platz im Geschehen wieder einzunehmen.
So erhalten wir Energie und Stabilität zurück.


Spuren in Körper, Psyche, Energie und Seele
Die Verletzungen aus den Konflikten hinterlassen Spuren:

im Körper, welcher als Anker der biologischen Existenz dient, als Nahrung für die Seele, als Speicher von Erfahrung

in der Psyche (Gedanken-, Emotions-, Handlungs-Muster)

im Energiefluss-System (emotionale Ladung, Muskel-Tonus)

in den seelischen Seins-Qualitäten (Mitgefühl, Respekt, Stille, Vertrauen, Ermutigung)

Durch die Verbindungen zwischen Körper, Psyche, Energie und Seele sind immer alle Ebenen gleichzeitig betroffen.


Innen-Raum und Seelen-Strom
Menschliches Sein spielt sich in uns selbst ab und ausserhalb in der Interaktion zwischen uns und andern.
Daher wird unterschieden zwischen einem Innen- und einem Aussen-Raum.
Der Innen-Raum meint Anwesenheit im Körper, innere Empfindungen und Gefühle, innere Gedanken.
Schwierigkeiten kreieren im Innen-Raum Dichte, Verwirrung und Spannung.
Dies verhindert den Kontakt zum Seelen-Strom, der auch zum Innenraum gehört.
Im Kontakt mit dem Seelenstrom ändert sich unsere Sicht- und Lebensweise.
Freude an uns selbst, Genuss, Verankerung, Stabilität, Sicherheit, Ruhe, Führung wachsen.


Aussen-Raum und Seelen-Qualitäten
Um den Inneren Raum herum ist der Äussere Raum mit den geäusserten Gefühlen und Gedanken.
Er wird Ausstrahlungsfeld oder sozialer Raum genannt.
Am äußeren Rand finden sich die Seelen-Qualitäten.
Bei Konflikten zeigt sich im Aussen-Raum viel Hektik, Verwirrung, manchmal Erstarrung, Leere, wenig Ordnung und klare Strukturen.
Dadurch sind die Seelen- oder Seins-Qualitäten am Rand des Raumes nicht mehr erfahr- und erlebbar.
Diese Seelen-Qualitäten bilden eine Schutz-Hülle, die uns von Geburt an bis zum Tod umfasst.
Gefühle wie Schutz, Freiheit, Freude am Verwirklichen, Weite, Raum sind Ausdruck von Kontakt mit den Seelen-Qualitäten.


Dynamik zwischen Innerem und Äusserem Raum
Innerer und Äusserer Raum stehen in ständiger Wechselwirkung.
Sind wir einigermassen entspannt und friedlich, können wir ganz innen den Seelen-Strom und ganz aussen die Essenz-Qualitäten erleben.
So erfahren wir uns tief zentriert und verwurzelt im Innern, entspannt und gerichtet nach aussen wirkend.


Balance, erfülltes Leben
Ein erfülltes Leben zu leben bedeutet nicht die Abwesenheit von Problemen und Hindernissen.
Es bedeutet, dass Schwierigkeiten uns nicht mehr ganz aus unserer inneren Balance bringen.
Balance stellt sich ein, wenn wir dafür sorgen, dass alle menschlichen Ebenen gleichberechtigt beteiligt sind am Alltags-Geschehen.


Führung durch die Seele
Ist diese Form von Balance erreicht, drängen sich keine zu kurz gekommenen Aspekte in den Vordergrund und versuchen, die Führung an sich zu reissen.
Dann kann die Seele die Führung übernehmen.
Sie ist jene Instanz, die ausserhalb der Polarität funktioniert und darum die Weisheit und Kraft von beiden Polen der Polarität enthält.
Übernimmt sie die Führung, glätten sich die Wogen, wenn es welche zu glätten gibt, und der Wind beginnt zu wehen, wenn es mehr Bewegung braucht.



Weg zur Gesundung

Ablauf von Wiedereingliederung, Integration, Renaturierung in 8 Schritten

Suchen und Finden
Abgespaltene Teil werden gesucht und gefunden

Verstehen
Einsicht in Ursprung und möglichen Sinn der Abspaltung

Respekt und Akzeptanz
Bejahende Haltung schafft Veränderung (Quanten-Physik)

Absichern
Klärung und Aktivierung vorhandener Ressourcen als Stabilisatoren bei bevorstehender Veränderung

Behandeln, Einladen
Mittels geeigneter Interventionen wird der abgetrennte Teil eingeladen, wieder einzusteigen in die Gemeinschaft aller Teile

Anbinden, Ressourcenpflege, «Glücks-Konto» eröffnen und äufnen
Damit die behandelten Teile bleiben, müssen sie genährt und überzeugt werden, dass es sich lohnt, in der Gemeinschaft zu bleiben
Speicherung in einem «Glücks-Konto» verstärkt den Effekt

Übung, Bindung
Durch Üben entstehen allmählich neue Verbindungen (Hirnforschung)
So entsteht schlussendlich Bindung

Pflegen, Verweilen
Durch die Pflege der Verbundenheits- und Bindungs-Erfahrung wächst unsere Freude am Dasein.
Es fällt uns leichter, aus lebensfeindlichen Gewohnheiten auszusteigen.
Wir entspannen uns und werden natürlich und stabil.
Liebe, Humor und Sicherheit zeigen sich.

Präsenz unserer wahren Natur.